"Die Akte Rosenburg" - Der Umgang des Bundesministeriums für Justiz mit der NS-Vergangenheit

Ein Vortrag von Prof. em. Dr. Manfred Görtemaker (Berlin)

Mittwoch, 23. Oktober 2019 | 19.30 Uhr | Kathedralforum Dresden 
(Haus der Kathedrale | Schloßstr. 24 | 01067 Dresden)

Bildergebnis für Die Akte Rosenburg

Trotz der „Stunde Null“ blieben in den Ministerien Westdeutschlands nach 1945 nicht wenige Menschen in verantwortungsvollen Positionen, die zuvor der Diktatur gedient hatten. Eine Kommission von Forschern arbeitete zuletzt historisch auf, wie man im Bundesministerium der Justiz (BMJ) nach 1949 mit der NS-Vergangenheit im eigenen Haus umging. Die „Rosenburg“ in Bonn war von der Gründung der Bundesrepublik bis 1973 der Sitz des Bundesministeriums der Justiz.

Die bei der Aufarbeitung der Geschichte entstandene „Akte Rosenburg“ erläutert, welche personellen und institutionellen Kontinuitäten es von der Gründung des BMJ bis in die siebziger Jahre gab, wie tief der Bruch 1945 wirklich war und wie die Politik damit umging. Wenn man unterstellt, dass viele der handelnden Personen schon vor 1945 aktiv waren, bleibt die Frage, ob diese vom Gedankengut des Nationalsozialismus beeinflusst wurden. Und wenn ja, auf welche Weise?

Prof. em. Dr. Manfred Görtemaker lehrte  Neuere Geschichte mit dem Schwerpunkt 19./20. Jahrhundert an der Universität Potsdam. Mehrfach war er Gastprofessor an ausländischen Bildungseinrichtungen, so an der Duke University, Durham, North Carolina, am Dartmouth College, Hanover, New Hampshire und an der Universität Bologna. Er leitete gemeinsam mit Prof. Dr. Christoph Safferling die „Unabhängige Wissenschaftliche Kommission beim Bundesministerium der Justiz zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit“.

Musikalische Umrahmung: Simon Kalbhenn, Cello, Dresden/ Radebeul

Weitere Informationen zur "Akte Rosenburg" finden Sie u.a. in einem Beitrag der Süddeutschen Zeitung und HIER


Der Eintritt ist frei. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Arbeit des Freundeskreises Dresdner Synagoge e.V.
Sie sind herzich willkommen!


Eine Veranstaltung des Freundeskreises Dresdner Synagoge e.V. in Zusammenarbeit mit dem Kathedralforum Dresden