16. Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden (14. - 28. Oktober 2012)

"Auf den Spuren der Sepharden - jüdisches Leben rund um das Mittelmeer"


Seit 1996 findet alljährlich im Herbst in Dresden ein jüdisches Kulturfestival statt: die „Jiddische Musik- und Theaterwoche“. Initiiert vom Rocktheater Dresden e.V. und gemeinsam veranstaltet mit der Jüdischen Gemeinde zu Dresden und Hatikva e.V., entwickelte sich dieses Festival in den vergangenen 16 Jahren zu einem einzigartigen Ort der „Begegnungen mit Jüdischem Leben“ in Dresden. 

Seit diesem Jahr hat das Festival einen neuen Namen, denn aus der "Jiddischen" wurde die Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden. Veranstaltet wird das Festival nun vom Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden e.V. Im 16. Jahr seines Bestehens macht das Festival damit schon im Titel deutlich, dass es nicht mehr ausschließlich jiddische Kultur präsentiert. Das Festival hat sich in den vergangenen Jahren thematisch immer weiter geöffnet und greift seit langem auf, was weltweit in der jüdischen Kultur passiert. 

2012 wäre das "Jiddische" im Namen zudem irreführend gewesen - widmet sich doch das diesjährige Festival schwerpunktmäßig der sephardischen Kultur, die in der Betrachtung der jüdisch-europäischen Geschichte das große westliche Pendant zur aschkenasischen Kultur in Osteuropa bildet, der das Jiddische zugehörig ist.


Von Spanien in die Welt: die sephardischen Juden

Die Geschichte des jüdischen Volks ist oft von Vertreibung, Verfolgung und dem Verlust seiner Heimat bestimmt gewesen. So erging es auch den sephardischen Juden, den Juden, die ihren Ursprung im mittelalterlichen Spanien haben. Ihre Sprache ist das Ladino, auch Judeospaniol oder Judenspanisch genannt. Zwar gibt es einen großen Fundus sephardischer Kultur, die Zahl der nativen Sprecher allerdings geht immer weiter zurück.

Die 16. Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden (14. - 28. Oktober 2012) widmet sich den Sepharden und nähert sich dieser Kultur auf unterschiedlichsten Ebenen: musikalisch, sprachlich, szenisch und sogar kulinarisch! Lassen Sie sich in eine spannende, vielschichtige mediterrane Welt mit reicher Geschichte und Kultur entführen...

Neben diesem Schwerpunktthema wird das Festival auch ein Augenmerk auf den jüdischen Avantgarde-Schriftsteller Bruno Schulz legen. Unser Nachbarland Polen begeht 2012 das Bruno-Schulz-Jahr - aus diesem Anlass widmet sich das Festival auch diesem vielfältigen Künstler, der nicht nur für seine außergewöhnlichen Texte, sondern auch für seine Malereien und Grafiken bekannt ist.

Schirmherr des Festivals ist Sebastian Krumbiegel (Solo-Künstler und Sänger der Popgruppe "Die Prinzen"). Der erfolgreiche und vielfältig sozial engagierte Musiker erhielt im April 2012 den Humanismus-Preis des deutschen Altphilologenverbandes. Damit wurde er für sein bürgerschaftliches und soziales Engagement gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus ausgezeichnet. 

Das gesamte Programm finden Sie HIER

Eine Veranstaltung des Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden e.V. 
Mit freundlicher Unterstützung durch den Freundeskreis Dresdner Synagoge e.V.

Weitere Informationen unter www.juedische-woche-dresden.de

Auf Facebook www.facebook.com/Juedische.Woche.Dresden

Herzlich willkommen!